„Von uns kriegt ihr nix“ – Studierende boykottieren Studiengebühren

Gebührenboykott? Was ist denn das? Die Berliner Zeitung hat versucht Licht ins Dunkel zu bringen:

Studenten boykottieren Gebühren. Die Initiatoren hoffen, dass 400 000 Studenten ihre Zahlungen an die Hochschulen verweigern. […] Eine Hochschule nach der anderen schließt sich an.[…] 400 000 Studenten sollen im kommenden Jahr die Zahlung von Gebühren an die Unis verweigern, so das Ziel des Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren (ABS). Denn in zwei Bundesländern müssen bereits jetzt 500 Euro pro Semester gezahlt werden. Fünf weitere folgen bis Herbst 2007. […] In manchen Ländern sehen sich die Gebührengegner schon recht weit mit ihrer Aktion. „Die Landes-ASten-Konferenzen in Niedersachsen und Baden-Württemberg haben den Boykott bereits beschlossen“, sagte der 30-jährige ABS-Geschäftsführer Fredrik Dehnerdt am Mittwoch der Berliner Zeitung. Das heißt, die Hochschulen des Landes werden sich flächendeckend beteiligen. An vielen Hochschulen anderer Länder fänden Vollversammlungen statt, so Dehnerdt. Diese gäben dem jeweiligen Allgemeinen Studenten-Ausschuss (AStA)ein „klares Votum“, sich zu beteiligen und den Boykott umzusetzen. Das Vorgehen sei überall gleich: Die Studenten zahlen ihre Gebühren von 500 Euro auf ein Treuhandkonto, das von einem unabhängigen Anwalt betreut wird. Dabei hofft man auf ein „Quorum“, eine Mindestquote teilnehmender Studenten. Diese liegt an den Hochschulen bei 20 bis 33 Prozent – eine kritische Masse, die verhindern soll, dass einzelne Studenten exmatrikuliert werden können. […] Hat der Boykott Erfolg, bekommen die Studenten ihr Geld zurück.

Das mit dem Gebührenboykott hört sich nach einem pfiffigen Konzept an. Noch besser ist allerding: Verhindern das überhaupt Studiengebühren eingeführt werden und das ist uns in Berlin ja bisher immer geglückt. Mehr Infos aus erster Hand gibts übrigens beim Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS).