Pflaume des Monats (März): Max Brüggemann, RCDS-Bursche pro Studiengebühren

Unsere Pflaume des Monats März ist ein diesesmal ein ganz besonders unsympathischer Zeitgenosse: Max Brüggemann

Brügemann ist ein konservativer Karrierist wie er im Bilderbuch steht. Aktiv bei Junge Union und RCDS und aktives Mitglied in einer Burschenschaft. Eigentlich seine Privatsache sollte man meinen, schräge Vögel gibts schließlich an jeder Hochschule genug. Doch nun hat der rechte Funktionär allen seinen Mitstudierenden an der Uni Münster 275 Euro extra Ausgaben im Monat beschert: in Form von Studiengebühren.

Die Universität Münster hat am Mittwoch die Einführung von 275 Euro Studiengebühren beschlossen. Der Senat entschied mit zwölf zu elf Stimmen. Pikant: Offenbar kam die entscheidende Stimme pro Campusmaut ausgerechnet von einem Studenten – einem mit Verbindungen. [Spiegel-Online]

Während der Diskussion war BWL-Student Max Heinrich Brüggemann zwar still geblieben, aber in der Vergangenheit hatte der Vorsitzende der Jungen Union Versmold keinen Hehl aus seiner Pro-Gebühren-Haltung gemacht. Der Burschenschaftler argumentierte noch vor zwei Monaten: Wie stünde er denn künftig vor Arbeitgebern da, wenn er von der einzigen gebührenfreien Hochschule kommen würde. [taz]

Was lernen wir aus dieser Geschichte? Jede Stimme für RCDS, Liberale und co. ist im Zweifel immer eine für Studiengebühren. Das unsere „Pflaume des Monats“ jetzt um seine körperliche Unversehrtheit fürchten muss finden wir zwar total daneben, aber das viele Studis in Münster sauer auf den Kerl sind können wir nachvollziehen. Brüggemann hat gegenüber Spiegel-Online übrigens angegeben, sich „erstmal zwei Wochen in Berlin“ aufzuhalten, um dem Ärger um seine Person in NRW zu entkommen. Vielleicht ergibt sich ja für einige solidarische Studierende in Berlin die Möglichkeit dem Gebühren-Fan mal ordentlich die Meinung zu sagen. Aber bitte nur mit der Kraft des Wortes!


1 Antwort auf „Pflaume des Monats (März): Max Brüggemann, RCDS-Bursche pro Studiengebühren“


  1. 1 Libertarian Revolution 12. Mai 2007 um 14:20 Uhr

    So weit ich informiert bin, ist Max Brüggemann nicht in einer Burschenschaft, sondern im CV, einer katholischen, nicht-schlagenden Studentenverbindung. „Karrierismus“ ist natürlich eine Wertung für gesellschaftliches Engagement – genauso gut könnte man jemanden, der sich in der JusoHSG aktiv zeigt, als „linken Karrieristen“ bezeichnen. Solche Sätze sind Luftnummern, sie sagen rein gar nichts aus.

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