Archiv für April 2007

Mal nen Blick riskieren? – Das neue Alternative Vorlesungsverzeichniss (AVV) ist da!

Auch im neuen Alternativen Vorlesungsverzeichnis finden sich wieder eine ganze Reihe interessanter Seminare, workshops, Kochkurse und und und…

Das halbjährlich erscheinende Alternative veranstaltungverzeichnis (Avv) ist eine
Sammlung von autonomen Seminaren, Projekttutorie, Pro- jekten, Projektideen
sowie veranstaltungen -und reihen.
Allen gemein ist die Forderung nach zugangsfreier,
kritischer, selbstbestimmter und selbstorganisierter Bildung.
es richtet sich an menschen, die inhalte nicht nur
passiv konsumieren, sondern selbst nach eigenen Kriterien
(inhaltlich) arbeiten und gestalten wollen. und
dazu muss mensch nicht studieren…
Jede/r, die/der interesse hat, ob Studi oder nicht,
kann im Avv gleichgesinnte suchen, um über
selbstgewählte themen zu diskutieren und/
oder sie zu praktizieren. Wenn ihr räume dafür
sucht, so steht euch dafür bspweise die
offene uni kostenlos zur verfügung.
Also nutzt die gelegenheit,um nicht nur an gesellschaftliche
und wissenschaftliche veränderung
zu denken, sondern daran sie herbei zu führen!

Also, einfach ein AVV besorgen und mal einen Blick riskieren. Das Alternative Vorlesungsverzeichnis liegt unter anderem hier kostenlos aus: Café Kauderwelsch, Rotes Café sowie im AStA-Haus.

Alle Semester wieder – Der neue Stud.kal ist da!

Der neue Studierendenkalender “Stud.kal” ist im AStA-Haus eingetroffen. Wir von SEMTIX können euch diesen auch dieses Semester nur wärmstens ans Herz legen. Kein anderer Kalender ist so optimal auf die Bedürfnisse von Studierenden an der FU abggestimmt und deshalb so praktisch wie dieser:

Jedes Jahr gibt Euer Öffentlichkeitsreferat und das des Refrats der HU zusammen einen Kalender für Studierende heraus. Auch in diesem Jahr gibt’s den Stu.kal wieder im praktischen Hosentaschenformat zum überall mit hinnehmen. Neben dem übersichtlichen Kalenderteil findet ihr auch wieder interessante Artikel über Studiengebühren, Hochschulpolitik und Eliteuni. Außerdem einen umfangreichen Serviceteil, der über Studentische Cafés, Beratungsangebote und Serviceeinrichtungen informiert. Wir hoffen das Euch der Stu.kal gefällt und er zum praktischen Begleiter durchs kommende Semester wird. Holt Euch jetzt Euren Stud.kal im AStA-Haus oder in einem der studentischen Cafés. [AStA]

Für alle die es noch nicht wissen. Das AStA-Haus findet ihr gegenüber von der großen Mensa in der Silberlaube (Otto-von-Simson-Str. 23].

„Unicheck – Von Studenten für Studenten“? Von wegen!

Die finstere Lobby-Organisation „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ hat sich mal wieder ein starkes Stück erlaubt. Mit dem Start ihres neuen Online-Portals „unicheck.de“ hat sie gar versucht dreist die Öffenlichkeit zu täuschen, so die Kritiker:

Zeitgleich mit der Veröffentlichung der Umfrage hat die INSM „Unicheck“ gestartet, ein Webportal, das listen will, wie die Hochschulen Gebühren verwenden. Dazu werden die Rektoren befragt, auch Studierende können eine Wertung abgeben. Geplant ist ein Ranking der „Tops und Flops“ unter den Unis. Der Initiative geht es – daraus macht sie keinen Hehl – wieder mal um Wettbewerb. Aber auch um „Transparenz“, so Koordinator Ronald Voigt. [Frankfurter Rundschau]

Doch damit ist es nicht weit her. Von „Transparenz“ keine Spur. Sollten wir Studierenden getäuscht werden?:

Die Mail klingt nach studentischem Start-Up: Eine neue Homepage „von Studenten für Studenten“ wolle klären, wie Unis Studiengebühren verwenden und was die Studenten davon halten. Doch dahinter verbergen sich PR-Profis – von der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. [Uni Spiegel]

Das bei der arbeitgebernahen INSM nicht immer mit offenen Karten gespielt wird ist bekannt. Statt offen darzulegen, dass sie Lobbyarbeit für Klientelinteressen betriebt, hüllt sich die INSM von jeher in ein pseudo-objektiv-wissenschaftliches Gewand. Erklärtes Ziel der Initiative ist es, Akzeptanz für sogenannte „Reformen“ in allen gesellschaftlich relevanten Bereichen zu schaffen, die in der Regel Sozialabbau, Veräußerung von öffentlichem Eigentum etc. zur Folge haben. Die Unilandschaft soll von solchen „Reformen“ natürlich nicht ausgenommen bleiben. So trommelt die INSM schon seit Jahren für die Einführung von Studiengebühren.

Die finanzielle Macht der INSM ist nicht zu unterschätzen: Die Arbeitgeber ermöglichen den INSM-Lobbyisten einen Jahresetat von rund 8,8 Millionen Euro – viel Geld, um mit hochprofessioneller PR für marktwirtschaftliche Reformen zu trommeln. Oder auch, um eher verdeckt bestimmte wirtschaftspolitische Positionen in der Öffentlichkeit zu platzieren. [Uni Spiegel]

Wir Studierenden sollten uns von der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ nicht hinters Licht führen lassen und das neue Portal einfach ignorieren. Wenn sich niemand für die Seite interessiert wird sie schon ziemlich schnell wieder aus dem Netz verschwinden. Dem „Effizienz-Denken“ sei ausnahmsweise mal gedankt, denn schließlich wird die INSM ihre „studentischen Mitarbeiter“ nicht umsonst bezahlen wollen.

Na also, geht doch! – „Senator Zöllner gegen Studiengebühren“

Da scheint ja einer zur Vernunft zu kommen! Nach Informationen des Rundfunks Berlin-Brandenburg hat sich Berlins Bildungssenator Zöllner heute deutlich gegen Studiengebühren ausgesprochen:

Berlins Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD), hat sich gegen Studiengebühren ausgesprochen. Sie schreckten junge Leute aus ärmeren Familien ab, sagte er am Mittwoch.
Es würden aber nicht weniger, sondern mehr Hochschulabsolventen benötigt. Bereits heute fehlten Studenten in Fächern, die traditionell von Bildungsaufsteigern gewählt würden, wie etwa den Ingenieurwissenschaften.
Außerdem führten Studiengebühren nicht unbedingt zu einer Verbesserung der Lehre, sagte Zöllner weiter. Die Etats der Hochschulen würden gerne gekürzt, wenn sie eigene Einnahmen verzeichneten. [rbb]

Doch es gibt auch einen Haken bei der Sache: „Onkel Jürgen“ gilt als Befürworter von sogenannten Studienkonten und die sind nichts anderes als: Studiengebühren…