Archiv für Juli 2007

Wir haben es geschafft – Das Semesterticket bleibt

Das Semtix bleibt den FU Studierenden auch in den nächsten Jahren erhalten. Unser AStA informiert auf seiner Homepage:

Bei der Urabstimmung zum Semesterticket lag die Wahlbeteiligung bei 20,37 Prozent. 19,25 Prozent der Wahlberechtigten (bzw. 94,5 Prozent der an der Abstimmung Teilgenommen) stimmten für eine Fortführung des Semestertickets. 0,94 Prozent der Wahlberechtigten (bzw. 4,6 Prozent der an der Abstimmung Teilgenommen) votierten gegen eine Fortsetzung des Vertrages mit erhöhten Preisen.

Mehr zum Ergebnis der Urabstimmung bald hier auf der Seite fürs Semesterticket

FU Hoffest 2007 am Freitag den 13.07.

Auch diesen Sommer Jahr wird in Dahlem wieder gefeiert:

Am Freitag, 13.07.2007 ab 16.00 Uhr im Innenhof der Rost- /Silberlaube
(Otto-von-Simson-Str., U-Bahnhof Dahlem Dorf/Thielplatz)

The Motors & Dennis Hewd (Punk & Roll)

The Motors & Dennis Hewd covern und spielen nach. ’77er UK-Punk, Kylie Minogue und Elvis. Bangles, Ramones und The Vibrators. Die Motors schöpfen aus einem grossen Pott von Klassikern und Hits und verwandeln damit jede Party in ein Tanzvergnügen.

Knattertones (SkaPunk)

Die Knattertones haben über die Jahre einen ganz speziellen Stil aus Ska-, Punk- und Reggae-Elementen entwickelt. Geprägt wird die Musik von einer energetischen Rythmusgruppe, einem mitreissenden Gesangsduo und einem dynamischen Bläsersatz. Für den unverwechselbaren Sound sorgt nicht zuletzt die Orgel aus den 70’ern.

Ratatöska (Reggae/Ska/Folk )

Die Band Ratatöska steht für einen urbanen tanzbaren Sound, mit allen Ecken und Kanten des Berliner Lebens. Geprägt von Einflüssen aus Ska, Folk, Reggae und Jazz bleibt ihr Sound so eingängig, dass er sowohl in der heimischen Anlage als auch auf der Tanzfläche bestens funktioniert.

Haferflocken Swingers (Smokin‘ Hot Jazz / Party Swing)

„Les Haferflocken Swingers“ sind eine chaotische Jazz Band aus Berlin mit wechselnder Besetzung und steigender Beliebtheit. Ihre Musik ist ein wildes Potpourri aus Gypsy Musik, Balkan Orchester, Tango, Swing der 20er Jahre, Big Band Jazz und Rock‘n'Roll. Ihre originellen Kompositionen werden durch absurde Sketche, asiatische Zaubertricks und bizarre Comedy vervollständigt.

Als Neuheit präsentieren wir dieses Jahr eine Lesung der großartigen Lesedüne!

Lesedüne

Wir sind Strandstreunende Sandwanderer / Mit nichts in der Hand als die Hand des Anderen / Niemand sieht unsere Spuren im Sand / Jeden Tag neues Land / Berlin ist Treibsand. Berlins erste Lesebühne auf Sand taucht ab. Mit romantischer Großstadtlyrik, schlaftrunkenen Revolutionsliedern und literarischen Sprengsätzen aus Sand. Komm in den unterirdischen Hafen zu Geschichten, Lyrik und Live-Musik.

Außerdem wird auch wieder ein Kicker am Start sein.

Für reichlich kostengünstiges Essen und Trinken ist gesorgt, es wird eine Vokü geben, leckeres Grillgut, Bier, Club Mate und einen Cocktailstand. Der Eintritt ist wie immer frei! Kommt zahlreich, wir freuen uns auf euch,

Wir von SEMTIX empfehlen: Hingehen und mitfeiern!

JA zum Semesterticket! – Urabstimmung vom 10.-12.07

Vom 10. bis 12. Juli dieses Jahres wird es an der FU eine erneute Urabstimmung zum Semesterticket geben.
Grund sind die von den Berliner Verkehrsbetrieben verlangten Preiserhöhungen für die nächsten Jahre.
Eine Mehrheit der an der Abstimmung teilnehmenden Studierenden, mindestens jedoch 10 % der Studierendenschaft müssen sich für das Semesterticket entscheiden,
anderenfalls gilt die Fortführung des Semestertickets als abgelehnt.

Wir von der Initiative „SEMTIX – Stark für’s Semesterticket“ empfehlen allen FU-Studierenden:

- Geht zur Urabstimmung!
- Stimmt mit JA für’s Semesterticket
- Informiert andere FU-Studierende über die
Urabstimmung

Mehr Infos zur Wahl gibt es auch beim Studentischen Wahlvorstand der FU und beim AStA.

Warum wir von SEMTIX finden, dass ihr trotz Preisdiktat der Verkehrsbetriebe für JA zum Semesterticket stimmen solltet, könnt ihr hier nachlesen.

Hintergrund: Semesterticket-Urabstimmung – „Preisdiktat statt Verhandlungen“

Lesenswerter Artikel auf dem AStA-blog über die Hintergründe zur Semesterticket-Urabstimmung:

Der aktuelle Vertrag zwischen der Studierendenschaft der FU und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) über ein Semesterticket läuft mit Ende des WS 2007/08 zum 31.3.2008 aus. Damit es auch über diesen Zeitraum hinaus ein Semesterticket gibt, haben sich mehrere Berliner Universitäten und Fachhochschulen in der Landeskoordination Semtix (LK Semtix) zusammengeschlossen, um ihre Interessen gemeinsam besser gegenüber VBB und BVG koordinieren und vertreten zu können.

Bereits im Herbst 2006 wurde Kontakt mit dem VBB aufgenommen und um die zügige Aufnahme der Verhandlungen gebeten. Stattdessen beschlossen die Verkehrsunternehmen ohne jegliches Gespräch mit den Studierendenschaften am 6.12.2006 die gestaffelten Preiserhöhungen für das neue Semesterticket und legten diese den zuständigen Genehmigungsbehörden vor. DANACH war der VBB zu einem Treffen mit den in der LK Semtix zusammengeschlossenen Studierendenschaften bereit. Auf diesem Treffen Ende Januar wurden die VertreterInnen der Studierendenschaften vor vollendete Tatsachen bzw. Preise gestellt. Wie die Landeskoordination in einer schriftlichen Antwort an den VBB festhielt:

Das Verfahren, den VertreterInnen des größten institutionellen Kunden der Verkehrsunternehmen per Tarifdiktat die Vertragsbedingungen alternativlos aufzuzwingen, ist indiskutabel. Gerade angesichts eines Gesamtvertragsvolumens von rund 100 Mio Euro erwarten die beteiligten Studierendenschaften bereits in der Preisfindung und der Entwicklung des Angebotskataloges eine partnerschaftliche Abstimmung.

Der Vertreter des VBB besaß kein Verhandlungsmandat. Weitere Verhandlungsthemen wie unter anderem die Ausweitung des Geltungsbereiches von Berlin auf das gesamte VBB-Gebiet (also inkl. Brandenburg) und direkte Semtix-Ansprechpartner bei den einzelnen Verkehrsunternehmen, konnte er lediglich versprechen weiterzugeben. Die verschiedenen VertreterInnen der Studierendenschaften konnten in dieser Form der (Nicht-) Verhandlung keinen Sinn sehen, so dass um direkte Gespräche gebeten wurde mit den beteiligten Verkehrsunternehmen insb. der BVG, als dem Verkehrsunternehmen, welches maßgeblich die Konditionen des Berliner Semestertickets bestimmt. Die StudierendenvertreterInnen machten deutlich, dass die Zeit eilen würde, da sie zur Einhaltung der Fristen und Abläufe an den Hochschulen bereits im Sommersemester Urabstimmungen abhalten müssten. Daher wurde um einen Termin bis Ende März zur Fortführung der Verhandlungen gebeten.

Ende April (!) antworteten die Verkehrsunternehmen in einem kurzen Schreiben. Die Preiserhöhungen wurden als bereits genehmigt, alternativlos und nicht verhandelbar dargestellt und der VBB forderte daher:

Um die Semesterticketverträge entsprechend fortführen zu können, sind diese Preise an den jeweiligen Hochschulen zur Urabstimmung zu bringen. (Quelle: Brief des VBB v. 19.4.07)

Auf mehrere Punkte des Schreibens der LK Semtix wurde nicht eingegangen, so auch nicht auf die gewünschte Ausweitung des Geltungsgebietes des Semestertickets auf Brandenburg bzw. ein Angebot um welchen Betrag das Semesterticket dafür teurer würde. Auf den Vorschlag eines neuen Termins zur Fortführung der Verhandlungen wurde nicht eingegangen. Offensichtlich gab und gibt es von Seiten des VBB und der darin zusammengeschlossenen Verkehrsunternehmen keinen Verhandlungsbedarf. Die Landeskoordination Semtix wiederholt in einem weiteren Brief ihre Fragen, Vorschläge und Forderungen und bittet erneut um Antwort. Ob der vorangeschrittenen Zeit kommen die einzelnen Hochschulen nun jedoch in Zugzwang. Einerseits liegt kein wirkliches Verhandlungsergebnis vor, außer dem Preisdiktat des VBB. Andererseits müssen an den meisten Hochschulen aufgrund der langen Rückmeldungs-, Genehmigungs- und Bearbeitungsfristen noch innerhalb des SoSe 2007 die Urabstimmungen über die Fortführung des Semesterticketvertrages stattfinden, sonst würde es für das SoSe 2008 kein Semesterticket geben. Der ursprüngliche Plan an allen Hochschulen gleichzeitig Urabstimmungen durchzuführen, ist bereits schon nicht mehr möglich.

Statt die Verhandlungen komplett platzen zu lassen, hat sich die Landeskoordination Semtix entschieden, die Fortführung des Semesterticketvertrages auf Basis der vom VBB vorgegebenen Preise zur Urabstimmung bringen zu lassen. An der HU und UdK hat die jeweilige Studierendenschaft den neuen Preisen bei Urabstimmungen im Mai zugestimmt.

Vom 10. bis 12. Juli führt nun die Studierendenschaft der FU Berlin ihre Urabstimmung durch.

Dem bleibt eigentlich kaum etwas hinzuzufügen. Wir von SEMTIX kämpfen nun schon seit Jahren aktiv für ein gutes Semesterticket zum fairen Preis. Noch ist unser Einfluss leider nicht stark genug, um dem VBB ernsthaft die Stirn bieten zu können. Für uns bleibt deshalb nur zu hoffen, dass wir bei den nächsten Stpa-Wahlen wieder eine stärkeren Fraktion stellen können (zur Zeit nur ein Sitz), um uns noch mehr für’s Semtix einbrigen zu können. Wir denken: wenn viele FU Studierend deutlich machen, wie wichtig ihnen das Semesterticket ist und unterstreichen, dass sie sich das Preisdiktat der Verkehrsbetriebe nicht auf Dauer gefallen lassen wollen, dann könnte sich eventuell der Senat auf unsere Seite schlagen und Druck auf BVG und co. ausüben. Bis dahin muss aber leider gelten: Lieber dieses Semesterticket, als keines! Deshalb geht wählen und stimmt mit JA!

Wichtig: Urabstimmung zum Semesterticket vom 10. -12. Juli

Nicht mehr lange bis zur Urabstimmung zum Semesterticket. Wir von SEMTIX empfehlen: Hingehen und JA zum Semesterticket!

Unser AStA wartet auf seiner Homepage inzwischen mit den wichgsten Infos zur anstehenden Semtix-Urabstimmung auf:

Vom 10. bis 12. Juli dieses Jahres wird es an der FU eine erneute Urabstimmung zum Semesterticket geben. Grund sind die von den Berliner Verkehrsbetrieben verlangten Preiserhöhungen für die nächsten Jahre. Eine Mehrheit der an der Abstimmung teilnehmenden Studierenden, mindestens jedoch 10 % der Studierendenschaft müssen sich für das Semesterticket entscheiden, anderenfalls gilt die Fortführung des Semestertickets als abgelehnt.

Im Folgenden der im Studierendenparlament am 27.6.2007 beschlossene Abstimmungstext:

Urabstimmung über die Verlängerung des Semestertickets

Der aktuelle Vertrag zwischen der Studierendenschaft der FU Berlin und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) über ein Semesterticket läuft mit dem Ende des Wintersemesters 2007/08 zum 31.3.2008 aus.

Der VBB hat die Fortführung des Semestertickets bis zum Ende des Wintersemesters 2011/12 unter der Bedingung einer gestaffelten Preisanpassung angeboten.

Die Preiserhöhungen belaufen sich auf (jeweiliger Endpreis in Klammern):

zum Sommersemester 2008: 3,0% (154,00 Euro)

zum Sommersemester 2009: 2,9% (158,50 Euro)

zum Sommersemester 2010: 3,2% (163,50 Euro)

zum Sommersemester 2011: 2,8% (168,00 Euro)

O Ich stimme der Fortführung des Semestertickets unter diesen Bedingungen zu.

O Ich stimme der Fortführung des Semestertickets unter diesen Bedingungen nicht zu.

Es ist auch dieses Jahr total wichtig, dass genug Studierende zur Abstimmung gehen. Denn 10% Wahlbeteiligung zu erreichen, wird gerade im Sommersemester nicht einfach werden. Deshalb: sprecht Freunde, Bekannte, Kommilitonen und NachbarInnen die an der FU Studieren darauf an ihre Stimme abzugeben. Schreibt mails an Leute mit denen ihr mal ein Referat zusammen vorbereitet habt, oder zusammen Hausaufgaben gemacht habt. Jede Stimme für’s Semesteticket ist wichtig!

Pflaume des Monats (Juli): George Turner, Antidemokrat

Unsere Pflaume des Monats ist diesmal ein ehemaliger Wissenschaftssenator von Berlin. Auch wenn man mit dem jetzigen Mann auf diesem Posten nicht wirklich zufrieden sein kann, zeigt das Beispiel George Turner, dass es noch viel schlimmer sein könnte. Mehr als deutlich macht dies Turner durch seine regelmäßige Kolumne im Tagesspiegel, die an Verbohrtheit und Stumpfsinn durch kaum etwas zu überbieten sein dürfte. So darf sich der Jurist im Tagesspiegel als eifriger Trommler für den neoliberalen Umbau der Hochschulen stark machen und kein noch so fadenscheiniges Argument ist dem Überzeugungstäter dafür zu blöd. Zuweilen nimmt das ganze dann auch autoritäre antidemokratische Züge an, wie ein jüngstes Beispiel zeigt, in dem Turner gegen die Einführung der Viertelparität in den Hochschulgremien wettert:

Beim Exzellenzwettbewerb wird über Zukunftskonzepte entschieden. Das heißt nicht nur, dass entsprechende Vorhaben zu Papier gebracht werden und die dafür erforderlichen Mehrheiten in den Universitäten zu gewinnen sind, sondern auch, dass eine einigermaßen sichere Gewähr dafür gegeben sein muss, dass die Projekte durchgeführt werden. Zufälligkeiten und ständig wechselnde Mehrheiten in der Zusammensetzung der Gremien sind sicher keine Garantie für Kontinuität und Stetigkeit. […]
Nur eines ist ebenso sicher: Wackelige Professorenmehrheiten, womöglich sogar die ansonsten überall als Ladenhüter abgelegte Viertelparität, stellen ein Moment der Ungewissheit und Labilität dar. Außer bei einigen unverbesserlichen Mitgliedern im Lager der jetzigen Regierungskoalition hat man das überall begriffen. [Tagesspiegel]

Eingeschränkte demokratische Mitspracherechte werden von Turner durch das angebliche Bedürfnis nach Stabilität legitimiert. Eine solche Argumentation auf die „große“ Bundespolitik
angwendet, würde letztlich einer Diktatur das Wort reden. Doch wie kommt Turner dazu, die „Exzellenz“ in Berlin um jeden Preis zu wollen? Des Rätsels Lösung ist eine einfache: Turner ist Wirtschaftslobbyist. Nach eigenen Angaben ist er Mitglied in mehreren „Beirats- und Aufsichtsgremien der Wirtschaft“ und darüber hinaus „Berater eines der großen Unternehmen der Medienbranche“. Gemeint ist die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, ein Konzern, der schon heute kräftig im Geschäft mit dem Wissen mitverdient und sich nach entgültigen Umgestalltung der Universitäten zu Wirtschaftsunternehmen noch weitaus größere Gewinne erhoffen dürfte. Das Beispiel Turner macht deutlich: Ideologen die sich für die neoliberale Umgestalltung der Hochschulen stark machen argumentieren niemals objektiv. Sie sind immer direkt oder indirekt durch die Interessen der Wirtschaft geleitet. Die Interessen von uns Studierenden oder das Ideal einer demokratischen Universität haben die Turners dieser Welt als aller letztes vor Augen.